Gesucht: Der richtige Sound für das Elektroauto

Fußgänger hören Elektroautos nicht kommen. Darum sollen die leisen Fahrzeuge künstliche Geräusche machen. Sollen sie nach klassischen Motoren klingen oder wird es Zeit für einen futuristischen Sound?

Leise, leiser, Elektroauto

Seit der Erfindung des Autos hat sich der menschliche Körper erstaunlich gut daran angepasst: Das Gehör ist so geschult, dass es am Klang eines herannahenden Fahrzeugs dessen Geschwindigkeit erkennt. Heute heißt das: Der Blick bleibt auf dem Handy, der Fuß ist bereits auf der Fahrbahn. Mit Elektromotoren könnte es jedoch leiser auf unseren Straßen werden – und damit zur Gefahr für Fußgänger. Nämlich dann, wenn der wachsende Trend zur geräuschreduzierten Elektromobilität nicht auch eine rasche Veränderung im Straßenverhalten eines jeden Einzelnen nach sich zieht.

Die größte Gefahr besteht auf dem Parkplatz

Bis zu 30 Kilometer pro Stunde fährt ein Elektroauto fast komplett lautlos – lediglich die Rollgeräusche der Reifen sind zu hören. Und im Stand ist nicht mehr das bekannte Auspuffgeräusch wahrnehmbar. Gerade auf dem Parkplatz birgt die Stille ein erhöhtes Gefahrenpotential. Da kann es ziemlich plötzlich kommen – das surrende Elektroauto, das just in diesem Augenblick aus der Parklücke heraus setzt. Darauf wollen Autobauer nicht warten und setzen hingegen auf Prävention: Akustik-Ingenieure tüfteln bereits am frisierten Elektro-Sound. Auf der anderen Seite bringt die neue Ruhe Vorteile: vielbefahrene Stadtteile werden leiser.


Erschienen im aio Magazin. Den vollständigen Artikel gibt es hier zu lesen.