Der Butterfly Hug
Der Butterfly Hug (zu deutsch: Schmetterlingsumarmung) ist eine somatische Selbsthilfe-Technik zur Stressbewältigung und emotionalen Beruhigung, bei der du deine Arm sanft auf den Schultern bzw. auf der Brust kreuzt, während du abwechselnd und langsam (!) links und rechts auf deinen Körper tapst. Die Schmetterlingsumarmung ist ein Werkzeug, das besonders bei starken emotionalen Zuständen, wie Stress und Angst, die Selbstberuhigung fördert. Zwar wurde sie im therapeutischen Kontext eingeführt, dient jedoch gleichzeitig als wunderbare Selbsthilfe-Methode zur Emotionsregulation. Die Übung ähnelt einer sanften Selbstumarmung, was das Nervensystem beruhigt und das Gehirn bei der Verarbeitung belastender Gefühle unterstützt.
Warum der Butterfly Hug wirkt
Der Butterfly Hug wirkt auf gleich zwei Arten beruhigend. Zum einen stellt die Selbstumarmung ein wirksames Embodiment für eine liebevolle Haltung sich selbst gegenüber dar – etwas, das wir besonders in Stresssituationen brauchen. Indem wir uns selbst in den Arm nehmen, gibt uns das ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Zum anderen fördert die angenehme Selbstberührung die Ausschüttung von Oxytocin, was sich stressregulierend auf die Amygdala, unser neuronales Stresszentrum im Gehirn, auswirkt. Diese einfache Technik, ursprünglich aus der EMDR-Traumatherapie, wird durch rhythmische, bilaterale Stimulation und tiefe Atmung ergänzt.
Der Ursprung der Technik
Die Schmetterlingsumarmung wurde erstmals von den beiden Traumatherapeuten Lucina Artigas und Ignacio Jarero eingesetzt, die 1997 die Überlebenden des Hurricans Pauline in Mexico betreuten. Der Hurricane hatte zu einer verheerenden Verwüstung und zahlreichen Opfern geführt. Diese Intervention zeigte sich als äußerst effektiv, um die Überlebenden emotional zu stabilisieren und psychisch zu unterstützen.
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Video selfmade in Sweden.
Music by D. Roy Collective / Artlist